Die Stadt Göttingen will verkaufen – und zwar die alte Baptistenkirche und das ehemalige Gebäude der Voigtschule in der Bürgerstraße. Zwei Parteien mit unterschiedlichen Zielen zeigen Interesse. Nach Informationen des Göttinger Tageblatts ist Jony Bassil zumindest am ehemaligen Gebäude der Voigtschule interessiert. Die Nutzung soll sich nach dem Autohändler auf Büros, Kanzleien und Praxen konzentrieren.

Doch viele Göttinger sehen andere Möglichkeiten. Zurzeit werden beide Gebäude vom Jungen Theater und vom Deutschen Theater Göttingen für Proben und Auftritte genutzt. Dies soll nach Christine Büttner auch in ähnlicher Form bestehen bleiben. Die Leiterin der Göttinger Musikschule Musikuss will in den Gebäuden ein kulturelles Zentrum entstehen lassen. Dem schließt sich Klaus Wißmann, Vorsitzender des Vereins Kreuzberg on KulTour, an. Es mangele in Göttingen nicht nur an Proberäumen und –bühnen, sondern auch „an Veranstaltungsräumen sowohl im weiteren Bereich Klassik als auch im weiteren Bereich Jazz, Pop und Rock“, meint Wißmann. Nach dem Vereinsvorsitzenden mussten deshalb etablierte Veranstaltungen wie „Jugend musiziert“ und das Liedermaching- als auch das Folkfestival abgesagt oder in andere Orte verlagert werden. Die beiden Gebäude wären für Wißmann „endlich ein Zentrum, in welchem Klassik bis Rock, Kindertheater bis Akrobatik und Theater bis Tanz unter einem Dach zusammenkämen und sich vermutlich bislang ungekannte Synergien ergäben“.

Um Stadt und Politik von einer kulturellen Nutzung der alten Baptistenkirche und dem ehemaligen Gebäude der Voigtschule zu überzeugen, wurde nun – wie zuvor schon von dem Verein Filmkunstfreunde Göttingen – eine Onlinepetition ins Leben gerufen, die  hier unterzeichnet werden kann.

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