Das soziale Gefüge verlangt nach ständiger Neuausrichtung der eigenen Existenz. Wir justieren, arrangieren und definieren unentwegt, wer wir sind und wofür wir stehen. Neben den inneren Bedürfnissen tritt der Wunsch der perfekten Selbstinszenierung und Außendarstellung. Einer, den das wenig kümmert, ist Prinz Pi. Wenn Pi auf die Bühne oder in die Gesangskabine tritt, verstellt er sich nicht – er bleibt stets er selbst. Überbordender Egozentrismus und aufgesetzte Attitüde sind ihm ebenso fremd wie Koksdealerei oder Schusswaffengebrauch. Seine Songs erzählen von realen Existenzängsten, Beziehungskonflikten und Orientierungslosigkeit – Themen, die in seiner Biografie genauso eine Rolle spielen wie in denen seiner Hörer. Kein Wunder, dass seine Musik reichlich Identifikationspotenzial für eine ganze Generation Heranwachsender liefert. Dabei hat Prinz Pi längst den Wirkungsradius des stereotypischen Rappers hinter sich gelassen, sowohl inhaltlich als auch musikalisch. Prinz Pi war einst Porno. Heut´ ist er gereifter und vielseitiger denn je.

Label: Keine Liebe Records/ Groove AttackGenre: Hip Hop

 

Prinz Pi - Kompass ohne Norden
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