Es geht nicht darum, alles richtig zu machen. Sondern darum, einen Anfang zu machen.“ Mit dieser noch vor dem Inhaltsverzeichnis stehenden Information wird der Leser der „Kleinen Veganer-Bibel“ von Sarah Schocke eingeladen, die eigene Ernährungsweise, die vielleicht bisher nach eigenem Empfinden zu „fleischlastig“ war, zu überdenken. Schocke, die laut Vorwort seit fast zwanzig Jahren vegetarisch lebt, wagt in ihrem Buch, das nach abschließender Lektüre so gar nicht religiös daher kommt, den Versuch, in die vegane Lebenswelt einzutauchen. Entstanden ist ein über 300 Seiten starker Erfahrungsbericht, der zumindest bemüht ist, viele Bereiche des veganen Lebensstils zu beleuchten – laut Autorin mit so viel Objektivität wie möglich. Interessant wäre jedoch zu erfahren, wie oft das Wort „Ich“ in dieser selbst ernannten Bibel zu lesen ist. Irritierend auch der Psychotest „Welcher Vegan-Typ sind Sie?“, der mehr mit Stereotypen denn mit objektiven Gegebenheiten arbeitet. Sarah Schocke beschäftigt sich in ihrem Buch dennoch auch mit knallharten Fakten zu Massentierhaltung, Tierversuchen, Ökonomie und Gesundheit und zeigt auf, dass das Konsumverhalten jedes Einzelnen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt hat. Ihr abschließender Appell an alle, die sich vegan ernähren wollen: „Machen Sie alles einfach, so gut Sie es können.“ Abgerundet wird das Buch mit einfachen Rezepten, die zwar nicht alle bebildert sind, einen Einstieg in das vegane Leben aber mit Sicherheit erleichtern.

Kleine veganer Bibel

Genre: Ratgeber

Release: 16.12.2013

Autor: Sarah Schocke

Umfang: 320 Seiten

Verlag: Goldmann

Über den Autor

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