Das ist es also, das Soloalbum der Heldin. Um Judith Holofernes und ihre Band ist es schon eine ganze Weile stumm. Dank ihrer unverkennbaren Stimme klingt „Ein leichtes Schwert“ aber sehr nach „Wir sind Helden“. Auf elf Tracks singt Frau Holofernes vergnügt, traurig, aufmunternd und verrückt von verwunschenen, alltäglichen, unnützen und lieblichen Dingen. Manche Lieder wie „Pechmarie“ (mein persönlicher Favorit) oder „Platz da“ überschlagen sich geradezu vor Temperament, andere wie „Brennende Brücken“ oder „Liebe Teil 2“ klingen ganz nachdenklich. Das Titel gebende „leichte Schwert“, das sich die Sängerin wünscht, wünscht sich auch der Zuhörer zur Seite.  Ein Album für verregnete Sonntagnachmittage (und alle Tage, an denen man ein „Nichtsnutz“ wie im Eröffnungssong sein darf), zum mit verschränkten Armen hinter dem Kopf auf dem Bett Ruhen und zum Füße Hochlegen. Die musikalische Begleitung übernimmt die Cajun-/ Zydeco-/ Delta Blues-Band „Mama Rosin“ aus der französischen Schweiz, die Judith auf ihrem Blog judithholofernes.com ganz groß anpreist. Sie unterlegen Judiths spielerische Stimme mit mal fetzigen, mal vor sich hin plätschernden Gitarren- und Banjo-Klängen. Die Texte sind tiefgründig und wirken wild durcheinander gewirbelt wie eine Ladung Konfetti – so kennt man die Heldin.

CD: Ein leichtes Schwert

Künstler: Judith Holofernes

Label: Four Music (Sony Music)

Release: 07.02.2014

Genre: Alternativ/Deutsch Rock

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