Sie ist Studentin des Maschinenbaus und Rugby-Nationalspielerin. Leben 37 sprach mit Anka Kirschner.


Interview Pfeil Wie lange spielst du Rugby? Anka: Ich bin seit vier Jahren dabei.

Interview Pfeil Wie bist du darauf gekommen, Rugby zu spielen? Anka: Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich Lust hätte, mit ihr diesen Sport auszuprobieren. Ich habe bei der U18-Mannschaft in Göttingen angefangen.

Interview Pfeil Was magst du besonders an Rugby? Anka: Ich mag besonders, dass man sich bei diesem Sport nicht zurücknehmen muss. Rugby ist wirklich anstrengend. Der Spieler muss alles können: laufen, passen, Kontakt usw. Das macht den Sport so vielseitig und ich weiß danach, was ich getan habe. Außerdem kann jeder diese Sportart ausüben, egal, ob er oder sie groß und breit oder klein und zierlich ist. Das finde ich toll. Und jeder kann seine Position im Team finden und großen Spaß haben.

Interview Pfeil Rugby hat das Image eines brutalen Sports. Anka: Rugby ist ein harter, aber sehr fairer Sport. Es gibt viele Sicherheitsregeln. Man darf niemanden am Hals oder Kopf festhalten, ein Bein stellen oder im Sprung tackeln. Das Image stimmt einfach nicht. Rugby ist nicht gefährlicher als Fußball, es gibt nicht mehr Verletzungen.

Interview Pfeil Welche Werte sind beim Rugby besonders wichtig? Anka: Der ausgeprägte Teamgeist ist wirklich wichtig. In dem Moment, in dem ich den Ball trage, bin ich auf die Unterstützung meines Teams angewiesen. Ich darf nur nach hinten passen und nicht wie im Fußball alleine mit dem Ball nach vorne laufen. Nur wenn die Mannschaft insgesamt funktioniert, können wir Raum erkämpfen und Punkte machen.

Interview Pfeil Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, Rugby zu spielen? Anka: Mach das unbedingt! Auch wenn es auf dem Spielfeld auch mal härter zugeht, trifft man bei diesem Sport fast ausschließlich nette und lustige Leute. Da unterscheidet sich Rugby meiner Meinung nach von anderen Sportarten, wie beispielsweise Fußball, wo die Mannschaften nach dem Spiel einfach getrennt vom Platz gehen. Auf dem Feld ist die gegnerische Mannschaft unser Feind. Nach dem Spiel schütteln wir uns die Hände und gehen oft noch zusammen ein Bier trinken. Auch auf dem Spielfeld verläuft alles fair. Kein Rugby-Spieler schreit den Schiedsrichter an oder schubst einen Gegner.

Interview Pfeil Was ist dein persönliches Ziel in Bezug auf Rugby? Anka: Das habe ich schon erreicht! Mein Traum war es immer, in der Nationalmannschaft zu spielen.

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Anka Krischner

Text: Dorothee Fritsche / Foto: Sven Gernand / Bild: burak çakmak – Fotolia.com

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