Täglich grüßen der neueste Newcomer und der untergründigste Underground mit Kitsch, Superlativen und Verweisen darauf, wem sie schon die Bühne vorheizen oder die Instrumente halten durften. Leo Hört Rauschen macht Musik. Vier Männer in engen Hosen aus Dresden spielen mit verbalen Kopfnüssen und Streicheleinheiten, von Wave-Anleihen getragenen Indie-Rock mit einer Prise Punk. Reduzierte Gitarren, Beats auf den Punkt, deutscher Text aus Poesie und Propaganda fügt sich ohne großes Brimborium zusammen zu einer erfreulichen Monotonie à la „Deutsch Amerikanische Freundschaft“, „Joy Divison“ und „Tocotronic“. Ein oszillierendes Erweckungserlebnis irgendwo zwischen Aufbauen und Abreißen. Eine stimmige Symbiose aus Wort und Ton, welche reichlich Stoff zum Nachdenken bereit hält. Dem Moderator Christoph Schrag von Radio Fritz sind die Herren so genehm, dass er sie wiederholt für eine Livesession in seine Sendung „Unsigned“ einlädt. Sein Urteil: „Das Raue, die Kraft und das Direkte, hinzu kommt neuer Biss und weniger Sperenzien. Reduktion ist das Maß der Dinge bei Leo Hört Rauschen.“

Termin

30.01.2014, 21.30 Uhr (Einlass: 20.00 Uhr) : Nörgelbuff Göttingen

Kulturticket-Spezial

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